In einer utopischen Weltvorstellung würde jede:r gehört werden. Rücksicht und Offenheit stehen an erster Stelle. Und wenn es nicht jede:r ist, erlischt diese Utopie durch den Realismus, von dem ich dachte, dass wohlhabende Personen die einzigen sind, die wirklich etwas bewirken können. Bist du an der Spitze des Kapitalismus, gehört dir die Welt „quasi“. Doch die neuesten Entwicklungen in Bezug auf die Ed-Sheeran-Macklemore-Debatte lassen mich an meinen bisherigen Vorstellungen zweifeln.
Partys, Fernsehlärm und laute Unterhaltungen bis in die Nachtstunden – seit zwei Monaten habe ich neue Nachbarn. Sie wohnen im selben Haus in der Stiege gegenüber meiner Wohnung. Der Innenhof verbindet uns. Und ich schäme mich zu sagen, dass sie die Wienerin in mir aktivieren. Oder zumindest das Klischee einer Wienerin, dem ich zu meinem Entsetzen mittlerweile entspreche.
Vergangenen Samstag schlafe ich seit langem wieder auf einer Hütte – zweitägige Bergtour, besser gesagt Wanderung. Ich buche mit der Freundin zwei Lagerplätze. Mehrbettzimmer ist mir zu dekadent ...
Seit etlichen Jahren heißt bei mir „Sommerurlaubszeit“ immer auch „Gruppenurlaubszeit“. Mit sieben bis vierzehn Erwachsenen und inzwischen vier Kindern mieten wir jedes Jahr irgendwo in Europa ein gemeinsames Ferienhaus. Die Woche besteht aus Wanderungen, Ausflügen, langen Kochabenden, Spielen und Gesprächen. Für mich ist sie jedes Jahr ein absoluter Höhepunkt.
11 Tage ist es her, und so langsam hat sich die Welt wieder regeneriert. Das FIFA Männerfußball WM Finale liegt noch allen in den Knochen. Ein Finale, so unspektakulär wie schon seit mindestens 4 Jahren nicht. Ein letztes Spiel, welches mehr einem Hundespielplatz als einem Fußballturnier glich.