
Was bedeutet es heute, ein Mann zu sein?
Zwischen traditionellen Rollenbildern, Social-Media-Influencern und der Manosphere wird intensiv über Männlichkeit diskutiert. Gleichzeitig entstehen vielfältige, verletzliche, fürsorgliche und verantwortungsvolle Männerbilder, die im öffentlichen Diskurs oft noch wenig Beachtung finden. Doch welche Vorstellungen von Männlichkeit finden sich eigentlich im Alten Testament – und was können sie uns heute noch zu denken geben?
Verena Bartels, PräDoc-Assistentin im Fachbereich Altes Testament an der Evangelisch-Theologischen Fakultät Wien, beleuchtet aus der Perspektive der kritischen Männlichkeitsforschung, wie biblische Texte Männlichkeit, Macht, Gewalt und Verletzlichkeit verhandeln – und wie das unseren Blick auf gegenwärtige Männlichkeit(en) ändern kann.
Ein anschließender Response von Jakob Allinger, Co-Founder von CoBros – Born to Care, bringt Perspektiven aus der praktischen Arbeit mit Burschen und jungen Männern ein und eröffnet die gemeinsame Diskussion.
Wie entstehen unsere Vorstellungen von Männlichkeit? Welche Bilder prägen uns und wie können wir sie kritisch hinterfragen? Und was braucht es, damit aus neuen Perspektiven auf Männlichkeit auch wirklich neues Handeln wird?
Mitdiskutieren ausdrücklich erwünscht!
Die Reihe „Neue Perspektiven aus Religion und Gesellschaft“ bringt aktuelle gesellschaftliche Fragen mit theologischen Perspektiven ins Gespräch – offen, kritisch und dialogorientiert. Sie richtet sich besonders an Studierende und junge Erwachsene, die Lust haben, komplexe Themen gemeinsam zu durchdenken und unterschiedliche Sichtweisen kennenzulernen. Die Veranstaltungen finden im Evangelischen Studentenheim „Wilhelm-Dantine-Haus“ statt.