Strafrechtsethik und Gewaltprävention
Kriminalität und hier vor allem das gewaltvolle „Blue-Collar Crime“ betrifft signifikant öfter Menschen aus stark benachteiligten Bevölkerungsgruppen - und das sowohl auf Opfer- als auch Täterseite. Anna Bindler (DIW Berlin) beschreibt den Kreislauf zwischen persönlichen Gewalterfahrungen aber auch Gefängnisaufenthalten und deren Auswirkungen auf die Integration am Arbeitsmarkt und in die Gesellschaft.
Gemeinsam ist den Schwerpunktthemen Strafrechtsethik und Gewaltprävention, dass sie nicht Täter und Opfer in den Vordergrund stellen wollen, sondern Menschen und die Gesellschaft.
Um Menschen aus den Kreisläufen rauszuholen, müssen Perspektiven am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft sichtbar und erreichbar werden. Um gewaltvolle Beziehungen v.a. auch gegenüber Frauen einzustellen, bedarf es einer neuen Vorstellung von Gesellschaft und deren Umsetzung. Malen wir uns eine chancengerechte Gesellschaft ohne Ungleichheiten aus. Wie viel Gewalt und wie viele Straftaten würden weiterhin vorliegen?
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Im Schwerpunkt "Strafrechtsethik und Gewaltprävention" werden Projekte und Angebote spezifisch für die Zielgruppe der Plattform Strafrechtsethik und der Arbeitsgruppe Gewaltprävention am Alsergrund definiert. Gleichzeitig verstehen wir die beiden Bereiche als gesellschaftlich stark miteinander verwoben. Daher fördern wir punktuell den Austausch zwischen den Menschen, die von unterschiedlichen Blickrichtungen auf das Thema blicken.


