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Inhalt:

Feiertag - freier Tag?

Zu Legitimation und Transformation religiös geprägter gesetzlicher Feiertage in Österreich seit 1945
24 April 2026
09:00 - 18:00 Alte Kapelle, Uni-Campus, Spitalgasse 2, Hof 1, Eingang 2.8, 1090 Wien
Wissenschaftliche Tagung
zur Anmeldung

Österreichs gesetzliche Feiertage sind weit mehr als arbeitsfreie Tage: Sie spiegeln politische Traditionen, religiöse Ansprüche und gesellschaftliche Wertvorstellungen.

 

Die interdisziplinäre Tagung "Feiertag - freier Tag?" widmet sich der Frage, wie religiös geprägte gesetzliche Feiertage seit 1945 zur Identitätsbildung in Österreich beigetragen haben und wie sie heute im Spannungsfeld von Pluralisierung, Gleichbehandlung und staatlicher Neutralität verhandelt werden.

 

Historische, juristische, religionswissenschaftliche, politikwissenschaftliche und medienanalytische Perspektiven beleuchten Feiertage als Seismograph gesellschaftlicher Veränderungen. Im Mittelpunkt stehen politische Diskurse, rechtliche Entwicklungen, mediale Repräsentationen sowie die Positionen religiöser und nichtreligiöser Akteur:innen.

Die Tagung bietet ein Forum für die Diskussion zentraler Fragen der österreichischen Zeit- und Religionsgeschichte sowie aktueller gesellschaftspolitischer Herausforderungen.

 

Organisation und Moderation:

Leonhard Jungwirth / Dirk Schuster / Astrid Schweighofer / Robert Wurzrainer

 

Tagungsprogramm:

 

09:00-09:15                Begrüßung und Ausblick
 

Eröffnungsvorträge

 

09:15-10:00               

Lucile Dreidemy

Und warum nicht der 12. Februar? Über die Bedeutung von Feiertagen in Österreichs Republikgeschichte

 

10:00-10:45               

Stefan Schima

Religiöse Feiertage zwischen Berücksichtigung religiöser Interessen und säkularen Neutralitätspflichten: Juristische Entwicklungspfade seit 1945

 

Säkulare Perspektiven auf religiöse Feiertage

 

11:15-12:45

Dirk Schuster

Die österreichischen gesetzlichen Feiertage vor dem Hintergrund religiöser Pluralisierung und Säkularisierung

 

Astrid Mattes-Zippenfenig

Nichtreligiöse Stakeholder in Feiertagsdebatten: Wirtschaft, Gewerkschaften, Interessenvertretungen und ihre Positionen

 

Kerstin Tretina

Mediatisierte Feiertage: Der Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und die Repräsentation religiöser Vielfalt im ORF

 

Darstellungen der Perspektiven ausgewählter anerkannter Religionsgemeinschaften und von nicht-religiösen Milieus

 

14:00-16:45                          

Katharina Renner

Römisch-Katholische Kirche

 

Leonhard Jungwirth

Der Karfreitag als österreichischer Erinnerungsort? Evangelische Perspektiven auf Identität, Recht und Gleichstellung

 

Nebojsa Djurkic

Orthodoxe Kirchen

 

Michael Kramer

Islamische Glaubensgemeinschaft

 

Willy Weisz

Israelitische Religionsgesellschaft

 

Frank Hinkelmann

Religiöse Feiertage in der Freikirche in Österreich - eine von Ambivalenz geprägte Bestandsaufnahme

 

Karsten Lehmann

Humanistische / atheistische Perspektiven

 

17:15-18:00    Zusammenfassung der Inhalte, Abschlussrunde und Diskussion

 

 

Gesellschaft für die Geschichte des

Protestantismus in Österreich


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